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Immer frische Kräuter geniessen

Kräuter sind das i-Tüpfelchen für viele Speisen und Getränke. In getrockneter Form mangelt es ihnen aber leider oft an Aroma. Doch wer hat schon Zeit und Geld, um immer wieder frische…

Kräuter sind das i-Tüpfelchen für viele Speisen und Getränke. In getrockneter Form mangelt es ihnen aber leider oft an Aroma. Doch wer hat schon Zeit und Geld, um immer wieder frische Kräuter zu kaufen? Da haben wir eine bessere Alternative: ein kleiner Kräutergarten direkt in der Küche. Der sorgt nicht nur dafür, dass frische Kräuter immer griffbereit sind. Er bringt auch lebendiges Grün in die Küche und lässt es obendrein angenehm duften. Wir zeigen, wie das gelingt und welche Pflanzen sich besonders gut für die heimische Küche eignen.

So klappt es mit dem Küchenkräutergarten

Auch wer nur wenig Platz hat, kann daheim Kräuter ziehen und geniessen. Besonders gut geeignet ist hierfür ein heller Platz auf der Fensterbank. Dieser sollte nicht zu nah am Herd und so gelegen sein, dass Pflanzen am Morgen und frühen Abend ausreichend Sonne erhalten. Vorsicht ist aber bei Fenstern in Südlage angebracht. Denn hier kann es im Sommer zu heiss werden. Besonders praktisch sind für Kräuter moderne selbstbewässernde Töpfe. Es geht aber auch preiswerter: etwa mit Ton- oder Keramikschalen. Zur Not lassen sich auch einfache Plastiktöpfe verwenden. Wichtig sind in jedem Fall Drainagelöcher im unteren Bereich. Denn sonst droht Staunässe, die nur wenige Pflanzen vertragen.

Die beliebtesten Küchenkräuter

Welche Pflanzen den Weg in den persönlichen Küchenkräutergarten finden, hängt natürlich vom persönlichen Geschmack ab. Es gibt aber einige Klassiker, die sich besonders gut eignen. Welche das sind, wofür sie sich eignen und was bei der Pflege zu beachten ist, fassen wir kurz zusammen. 

Basilikum – Star der italienischen Küche

Basilikum gehört fast so sehr zur italienischen Küche wie Pizza und Pasta. Genau diesen Gerichten verleiht er auch einen besonderen Geschmackskick. Aber auch die Klassikerkombination von Tomate und Mozzarella veredelt Basilikum. Die Pflanze mag es hell, warm und windgeschützt. Es ist zudem wichtig, nicht die Blätter, sondern nur die Erde zu geniessen. Für optimales Wachstum empfiehlt es sich, ganze Triebe abzuernten.

Minze – perfekter Frischekick

Minze ist herrlich vielseitig. Sie bringt nicht nur in Salate und orientalische Gerichte eine würzige Frische. Auch für Tee, sommerliche Drinks oder Saucen eignet sich das Kraut richtig gut. Da Minze schnell wächst, lässt sie sich oft ernten. Allerdings benötigt die Pflanze relativ viel Wasser. Am besten ist sie an einem Standort mit Halbschatten aufgehoben. Empfehlenswert ist zudem ein eigener Topf, da die Minze Konkurrenz gerne verdrängt. 

Petersilie – beliebter Küchenklassiker

Ob glatt oder kraus: Es gibt viele Speisen, die Petersilie mit einer typisch pfeffrigen Note verfeinert. Dazu zählen vor allem Suppen und Kartoffelgerichte. Als Pflanze mag es die Petersilie zwar hell, jedoch nicht zu warm. Die Topferde sollte feucht, aber nicht zu nass sein. Beim Ernten empfiehlt es sich, die Stängel relativ tief abzuschneiden. Das regt nämlich das Wachstum der Pflanze an.

Rosmarin – intensiv und mediterran

Wer einmal knusprige Ofenkartoffeln oder ein mit Olivenöl bestrichenes Brot durch frischen Rosmarin veredelt hat, dürfte den intensiv-würzigen Geschmack nie wieder vergessen. Der harzige Rosmarinduft wird oft als belebend empfunden. Zudem soll das Kraut nicht nur Verdauung fördern, sondern auch die Durchblutung verbessern. Rosmarinpflanzen mögen es warm und sonnig – typisch mediterran eben. Sie sollten generell nicht zu viel Wasser erhalten und kommen auch mit wenig Bewässerung aus. 

Thymian – milde Schärfe

Thymian ähnelt Rosmarin in mancher Hinsicht. Beide Kräuter sind in der mediterranen Küche  beliebt, wobei Thymian besonders in Gemüsepfannen und Lammgerichten zum Einsatz kommt. Die Naturheilkunde schreibt dem Kraut sogar immunstärkende Eigenschaften zu. Das Anforderungsprofil entspricht dem der etwas bekannteren Schwester: warm, sonnig und nicht zu feucht. Thymian mag zudem einen etwas sandigen Boden. Durch regelmässigen Rückschnitt lässt sich das Verholzen der Pflanze verhindern. 

Bildquelle: Kevin Doran / unsplash.com