Overthinking – Auswege aus dem Gedankenkarussell

am . Veröffentlicht in Living

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Sich in seinen eigenen Gedanken gefangen zu fühlen, ist ein Gefühl, welches vielen Frauen alltäglich widerfährt. Overthinking ist ein Zustand, der mittlerweile auch in der Psychologie als ein anerkannter Begriff gilt. In diesem Blog wird beschrieben, wann das Grübeln kritische Formen annimmt und welche Auswege für dieses Problem vorhanden sind.

 

Was ist Overthinking?

 

Die Gedanken kreisen unaufhörlich und es entsteht kaum eine mentale Ruhepause. In der Psychologie wird dieses Gedankenkarussell mit dem Begriff Overthinking beschrieben. Häufig setzt das Grübeln zu Zeitpunkten ein, in denen der Körper eigentlich eine kurze Verschnaufpause einlegen möchte. Typische Zeiten sind die Mittagspause, der Feierabend auf dem Sofa oder die Zeit vor dem Einschlafen. In diesen Augenblicken fällt es den Betroffenen schwer, sich aus ihrer Gedankenwelt zu lösen und sich dem jeweiligen Moment zu widmen. Als Resultat verbringen Frauen mehr Zeit in ihren Gedanken, als es der mentalen und physischen Gesundheit dienlich ist.

 

Welche Auswirkungen sind mit dem ständigen Grübeln verbunden?

 

Bis zu einem bestimmten Punkt ist es vollkommen normal, sich seinen Gedanken zu widmen. Das betrifft aktuelle Probleme, für die noch keine Lösung in Sicht ist, oder auch sich anbahnende Konfliktsituationen im Privatleben oder am Arbeitsplatz. In diesen Situationen werden Ereignisse mental durchlebt, um die bestmögliche Verhaltensweise auszuwählen.

Befindet sich das Gehirn im Overthinking-Modus, ist jedoch eine andere Ebene erreicht. In diesen Situationen neigen Frauen dazu, sich mit anderen Menschen zu vergleichen, oder sie entwickeln Szenarien in ihrem Kopf, die keinen Ursprung in der Realität haben. Ein anschauliches Beispiel hierfür ist, selbst wenige Worte oder die Mimik des Partners als ein Indiz für eine nahende Trennung oder Fremdgehen zu deuten. Setzt sich das Gedankenkarussell in Fahrt, verschmelzen die tiefgreifenden Ängste des Unterbewusstseins mit der Realität und das Overthinking wird zum Auslöser für andauernde Konflikte.

 

3 Strategien, um das Overthinking zu überwinden

 

Andauerndes Grübeln nimmt im Alltag wertvolle Zeit in Anspruch, ohne zu nützlichen Ergebnissen zu führen. Mit den folgenden 3 Strategien gelingt es, einen Ausweg aus dem Overthinking zu finden.

 

1. Feste Zeiträume zum Grübeln festlegen 

Von heute auf morgen mit dem Overthinking aufzuhören, ist eine Taktik, die nur für wenige Frauen von Erfolg gekrönt ist. Bessere Erfolgsaussichten bietet ein kontrolliertes Grübeln. Gemeint ist damit, sich feste Zeiträume am Tag zu schaffen, in denen es den Gedanken erlaubt ist, auf eine kurze Wanderung durch vergangene, aktuelle oder auch vermeintliche Probleme zu gehen. Auf diesem Weg gelingt es, das Overthinking über einen Zeitraum von mehreren Tagen oder Wochen kontinuierlich einzugrenzen und weniger Zeit im Alltag einzuräumen.

 

2. Aktivitäten als Ablenkung planen 

Oftmals verknüpft sich das Overthinking mit Zeiträumen des Tages, in denen keine Aktivitäten die eigene Aufmerksamkeit erfordern. Nimmt das Grübeln langsam Überhand, kann es hilfreich sein, sich über Aktivitäten einen Ausweg aus den Gedanken bereitzuhalten. Von Treffen mit Freunden über Gartenarbeit bis zum Aufräumen der Garage eignen sich zahlreiche Aktivitäten dazu, sich nicht länger in einem Teufelskreis von Überlegungen zu befinden.

 

3. Tagebuch führen 

Kreisen die Gedanken überdurchschnittlich oft um vergangene Situationen und Interaktionen mit Menschen, verzehrt sich die Wahrnehmung dieser Ereignisse mitunter im Laufe der Zeit. Als Ausweg bietet es sich an, Tagebuch zu führen. Die Dokumentation und das Verfassen dieser Ereignisse mit eigenen Worten helfen dem zukünftigen Ich dabei, schneller mit diesen Erinnerungen abzuschliessen.

 

Overthinking ist kein unlösbarer Zustand

 

Das ständige Grübeln ist keine Charaktereigenschaft oder Teil der eigenen Persönlichkeit, den Frauen einfach akzeptieren müssen. Kostet das Gedankenkarussell zunehmend mehr Kraft, ist es an der Zeit zu handeln und Gegenmassnahmen zu ergreifen. Der erste Schritt führt oftmals über die Selbsterkenntnis, sich mit dem Overthinking mehr zu schaden, als einen positiven Nutzen daraus zu ziehen. Wer bereit ist, sich diesem Problem zu stellen, erhält die Chance, die eigene Gedankenwelt zu regulieren und nicht länger Zeit mit endlos kreisenden Überlegungen zu verschwenden.

 

Bildquelle: Sinitta Leunen / unsplash.com

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