Welcher Trend steckt hinter Longevity?
Longevity gehört zu den Begriffen, die in den vergangenen Monaten verstärkt in Fitness-Apps oder Gesundheitsblogs auftauchen. Was sich hinter diesem Trend verbirgt, ist selbst für Personen, die fliessend Englisch sprechen, nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Dieser Blog geht der Frage auf den Grund, was sich hinter diesem Trend verbirgt und ob es sich lohnt, daran teilzunehmen.
Was bedeutet Longevity?
Zunächst einmal ist Longevity ein Wort aus der englischen Sprache und bedeutet übersetzt Langlebigkeit. Der neue Trend zielt jedoch nicht einzig darauf ab, ein hohes Lebensalter zu erzielen. Vielmehr wünschen sich Menschen, die dieses Ziel verfolgen, bis ins hohe Alter gesund zu sein.
Die Mitglieder dieser Bewegung versuchen aktiv zu verhindern, dass der körperliche Verfall die Lebensspanne verkürzt oder die Lebensqualität in den letzten Lebensjahren signifikant einschränkt. Zu diesem Zweck sind diese Personen bereit, jeden Aspekt ihres Lebens unter die Lupe zu nehmen und Veränderungen vorzunehmen, um die bestmöglichen Voraussetzungen für ein langes und gesundes Leben zu schaffen.
Bryan Johnson gilt als einer der Pioniere der Longevity-Bewegung
Als einer der Begründer des aktuellen Trends gilt der amerikanische Unternehmer Bryan Johnson. Der Amerikaner sorgte international für Schlagzeilen, als er im Jahr 2021 sein „Project Blueprint“ ankündigte. Im Mittelpunkt dieses Forschungsprojekts steht Johnsons Wunsch, den biologischen Alterungsprozess so weit es geht zu verlangsamen oder sogar aufzuhalten.
Anstelle von Testpersonen nimmt der Unternehmer die Studie an sich selbst vor. Seit diesem Zeitpunkt investiert Johnson jährlich rund 2 Millionen US-Dollar in sein ambitioniertes Vorhaben, Longevity zu erzielen. Darin eingeschlossen sind zahlreiche ärztliche Untersuchungen, Bluttransfusionen, biometrische Auswertungen und die tägliche Einnahme dutzender Nahrungsergänzungsmittel und Medikamente.
Im Silicon Valley verbinden sich Technik- und Pharmaunternehmen
Seit Jahrzehnten gehört das Silicon Valley im US-Staat Kalifornien zu den Trendsettern für technologische Innovationen. Ein Teil des eigenen Erfolgsrezepts der dort ansässigen Unternehmen besteht darin, Marktlücken und neue Wirtschaftsbereiche aufzuspüren. Auf diesem Weg locken die Unternehmen Investoren an und legen den Grundstein für die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen.
Die Bereiche Technik und Gesundheit miteinander zu verbinden, ist im Silicon Valley schon seit einiger Zeit zum Alltag geworden. Zahlreiche Entwicklungen im Bereich Longevity stammen deshalb aus dieser Region. Dazu gehören Apps ebenso wie Geräte, die im Rahmen einer Ganzkörperanalyse eine aktuelle Bestandsaufnahme des Körpers erstellen.
Longevity in den Alltag integrieren
Der Wunsch, auf gesundem Weg zu altern und auch mit 70, 80 oder 90 kaum körperliche Beschwerden aufzuweisen, ist ein Ziel, dessen Umsetzung nicht zwangsläufig ein hohes Einkommen oder Vermögen erfordert. Mediziner, die Forschungen zu diesem Thema betreiben, haben einige Faktoren aufgespürt, die neben der genetischen Veranlagung ebenfalls mitentscheidend sind für den beschleunigten oder langsamer ablaufenden Alterungsprozess des Körpers. Dazu gehören:
– der Konsum von Tabak oder Alkohol
– zu wenig oder mangelhafter Schlaf
– erhöhte Stresswerte
– gesunde und ausgewogene Ernährung
– erfüllende Beziehungen zu anderen Menschen
Anstelle der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln kann es sich ebenso positiv auswirken, Alkohol auf einen Tag pro Woche zu beschränken oder den Konsum von Zucker oder anderen ungesunden Lebensmitteln zu reduzieren. Hilfreich ist zudem eine aktive Lebensgestaltung, die sowohl aus sportlichen Aktivitäten als auch aus täglichen Spaziergängen bestehen kann.
Welche Nachteile sind mit dem Wunsch nach Langlebigkeit verbunden?
Longevity beruht auf der Sehnsucht, über mehr Lebenszeit zu verfügen. Ironischerweise ist dieser Wunsch begleitet von einem hohen Zeitaufwand. Menschen, die sich diesem Vorhaben widmen, verbringen häufig sehr viel Zeit bei Ärzten oder mit der Auswertung von Aufzeichnungen der körperlichen Werte wie Blutdruck, Cholesterinspiegel oder Schlafqualität. Diese konstante Beobachtung des Körpers ist durchaus mit einer Nebentätigkeit zu vergleichen. Auf dieser Basis sollten an Longevity interessierte Frauen eine eigene Einschätzung treffen, ob die Chance auf ein längeres Leben diesen Zeitaufwand in den eigenen Augen rechtfertigt oder nicht.
Bildquelle: julien Tromeur / unsplash.com








