Fastenkuren – Vorteile und Risiken

am . Veröffentlicht in Ernährung

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Fasten ist für die Verbesserung der Gesundheit ebenso wie für die Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens bekannt. Doch ist der freiwillige Verzicht auf die üblichen Mahlzeiten wirklich mit keinerlei Risiken für die Teilnehmer einer Fastenkur verbunden? In diesem Ratgeber wird daher die Frage beantwortet, welche Vorteile und Risiken mit dem Fasten verbunden sind.

 

Die beliebtesten Fastenmethoden im Überblick

 

Fasten ist heutzutage ein Oberbegriff für eine Vielzahl verschiedener Methoden. Während einige Fastenkuren in der Öffentlichkeit kaum bekannt sind, gelten andere Fastenmethoden als Wunderwaffen zur Entschlackung des Körpers. Die drei derzeit am häufigsten angewendeten Fastenarten sind:

 

1. Heilfasten

Heilfasten ist der Klassiker unter den modernen Formen des Fastens. Diese Fastenkur ist zeitlich begrenzt und geprägt durch drei Phasen. Diese bestehen aus:

- Entlastungsphase

- Fastenphase

- Aufbauphase

Während des Heilfastens verschwindet ein Grossteil der festen Nahrung vom Speiseplan. Erlaubt sind dagegen ungesüsste Kräutertees, Gemüsesäfte und die Zunahme von Gemüsebrühen. In einigen Fällen wird mit Beginn der Aufbauphase Haferbrei dem Speiseplan hinzugefügt, um den Körper langsam wieder an feste Nahrung zu gewöhnen.

 

2. Saftkuren

Saftkuren und das Heilfasten weisen vergleichbare Grundsätze auf. Durch das Weglassen fester Nahrung über einen befristeten Zeitraum soll sich eine Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustands einstellen. Im Vergleich zum Heilfasten ist es bei einer Saftkur erlaubt, Säfte, die aus Obst bestehen, zu sich zu nehmen. Die Säfte dienen als Nahrungsersatz und sollen zeitgleich zum Detox des Körpers sowie zu einem schnelleren Gewichtsverlust beitragen. Ebenfalls als Tabu gelten während einer Saftkur Alkohol und Nikotin sowie alle koffeinhaltigen Getränke.

 

3. Intervallfasten

Intervallfasten ist ein Zwischenweg zwischen dem Verzicht auf Nahrung und der Einnahme regulärer Mahlzeiten. Bei dieser Methode ist das Fasten auf bestimmte Zeitabschnitte des Tages beschränkt. Zur Verdeutlichung dieser Fastenmethode dienen die folgenden zwei Beispiele:

16:8-Methode: 16 Stunden fasten und 8 Stunden reguläre Mahlzeiten

5:2-Methode: 5 Tage reguläre Mahlzeiten und 2 Tage fasten

Beide Arten des Intervallfastens eignen sich für das zeitlich beschränkte Fasten ebenso wie für eine Umstellung der Ernährung.

 

Diese gesundheitlichen Vorteile stehen mit dem Fasten in Verbindung

 

Sich einem Entzug von fester Nahrung zu unterziehen, geht untrennbar mit einer körperlichen und mentalen Herausforderung einher. Es ist deshalb angebracht, sich vorab zu fragen, welche Belohnungen am Ende dieser Herausforderung auf die Teilnehmer einer Fastenkur warten. Drei wesentliche Vorteile sehen wie folgt aus:

 

Gesteigerte Fettverbrennung

Jeder menschliche Körper hat einen Grundumsatz an Energie, die zum Fortbestand von Funktionen wie Herzschlag, Atmung oder anderen körperlichen Tätigkeiten benötigt wird. Im Zeitraum des Fastens gelingt es dem Körper nicht, die Kalorien für die Bereitstellung des Grundumsatzes aus der Nahrung zu entnehmen. Zum Schutz aller lebenswichtigen Körperfunktionen ist der Körper in der Lage, Energie aus den vorhandenen Fettdepots zu gewinnen. Die gesteigerte Fettverbrennung und damit einhergehende Gewichtsreduktion sind zwei der häufigsten Begleiterscheinungen des Fastens.

 

Gesünderer Stoffwechsel

Das Fasten ist bekannt dafür, den Stoffwechsel wieder zu seinen Grundeinstellungen zurückzubringen. Dieser Neuanfang trägt zu einer Verbesserung der Blutfettwerte, des Insulinhaushalts und des Blutdrucks bei. Als positive Nebeneffekte erleben einige Fastende eine Verringerung des körpereigenen Stressempfindens. Dieser verringerte Stresslevel ist im Wesentlichen auf eine durch das Fasten ausgelöste Entlastung des Nervensystems zurückzuführen.

 

Verringerte Entzündungswerte

Menschen mit Erkrankungen wie Rheuma oder Schuppenflechte neigen häufiger zu erhöhten Entzündungswerten im Blut. Mithilfe des Fastens reduziert sich die Bildung von Botenstoffen, die als förderlich für die Bildung von Entzündungsherden gelten. In einigen Fällen basiert das Fasten insofern auf ärztlichem Rat, als Massnahme, um vorhandene Erkrankungssymptome besser unter Kontrolle zu bekommen.

 

Sind Fastenkuren uneingeschränkt zu empfehlen?

 

Fastenkuren können auch Nebenwirkungen zur Folge haben. Der freiwillige Verzicht auf feste Nahrung wird eventuell begleitet von Kopfschmerzen, Schwindel oder einem Gefühl der Antriebslosigkeit. Ebenso kann die Konzentrationsfähigkeit in diesem Zeitraum unter dem Fasten leiden.

Es gibt daher einige Personengruppen, denen vom Fasten abgeraten wird. Dazu zählen Frauen, die aktuell schwanger sind oder sich in der Stillzeit befinden. Weiterhin raten Mediziner Menschen mit Essstörungen dazu, sich nicht dem Risiko auszusetzen, durch das Fasten einen Rückfall zu erleiden. Bei Zweifeln, ob eine Fastenkur für die eigene Gesundheit förderlich ist, sollte zunächst der behandelnde Arzt befragt werden, um einen sicheren Rahmen festzulegen.

Bildquelle: PLANT / unsplash.com