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Qual der Wahl beim Kauf der richtigen Küchenmaschine

Wenn du auf der Suche nach einem Küchengerät bist, allen voran zum Zerkleinern, Hacken oder Pürieren von Lebensmitteln, stellt sich heute schnell die Frage, welches Gerät überhaupt für die eigenen Einsatzzwecke geeignet ist. Die Zeiten, in denen Küchengeräte im Wesentlichen auf eine Rührmaschine, den Pürierstab und Standmixer beschränkt waren, sind längst vorbei. Mittlerweile gibt es eine ganze Handvoll von Küchengeräten, die unter anderem sehr spezielle Einsatzbereiche abdecken sollen. Das Problem an der Sache: Viele der genannten Küchengeräte können bis zu einem gewissen Grad dasselbe. So kann ein Pürierstab durchaus herhalten als Zerkleinerer oder sogar Mixer, insbesondere wenn er noch mit verschiedenen Aufsätzen kombiniert wird. Angesichts dessen sind viele potenzielle Käuferinnen von Küchenmaschinen verunsichert und wissen nicht so richtig, welches Gerät am besten geeignet ist. Genau dieser Fragestellung wollen wir uns in dem heutigen Artikel widmen und dir erklären, was die verschiedenen Geräte auszeichnet, wofür sie am besten geeignet sind und wie du die richtige Kaufentscheidung triffst.

Food-Processor

Bis vor einigen Jahren noch hauptsächlich auf dem englischen und US-amerikanischen Markt etabliert, haben mittlerweile auch in der Schweiz Food-Processor-Maschinen ihren Einzug gehalten. Ein Food-Processor, wie es der Name bereits sagt, soll in erster Linie dabei helfen, Lebensmittel weiterzuverarbeiten. Im Wesentlichen ist ein Food-Processor also ein Multitalent, das Lebensmittel zerkleinern, teilweise pürieren und dank verschiedener Hobelaufsätze auch Gemüse in Scheiben oder Stifte schneiden kann. Wie viel ein Food-Processor letzten Endes kann, hängt von seinem mitgelieferten Zubehör ab. Anders als jedoch ein Standmixer ist ein Food-Processor hauptsächlich darauf ausgelegt, dickflüssige Massen zu verarbeiten, wie in etwa auch Teige. Möchte man hingegen Lebensmittel so fein wie möglich pürieren, wie für Shakes oder grüne Smoothies, so müssen bei dieser Geräteklasse gegebenenfalls Abstriche gemacht werden. Besonders gut lassen sich allerdings verschiedene Aufstriche hiermit machen, wie unter anderem Hummus, Bohnenaufstriche, und auch für die Herstellung von Falafel ist ein Food-Processor perfekt geeignet.

Pürierstab

Geht es um cremige und fein pürierte Suppen, gibt es wohl kaum einen besseren Küchenhelfer als den Pürierstab. Auch hier lässt sich bereits aus dem Namen ableiten, wofür diese Geräteklasse konzipiert wurde: zum Pürieren von Lebensmitteln, und das so fein wie möglich. Das Praktische an einem Pürierstab ist, dass man ihn direkt im Topf verwenden kann, zum Beispiel, wenn man eine leckere Kartoffel-Lauch-Suppe zubereiten möchte. Anstatt alles mühevoll vom Topf in einen Standmixer umschütten zu müssen, kann man die perfekte Konsistenz der Suppe direkt im Topf herbeiführen. Abstriche muss man bei der Verwendung eines Pürierstabs allerdings dann machen, wenn man diesen für das Pürieren dickflüssiger Pasten verwenden möchte. Durch das manuelle Pürieren ist die Herstellung einer homogenen, dickflüssigen Paste deutlich schwieriger als mit einem Food-Processor oder Mulit-Zerkleinerer.

Standmixer

Der Standmixer ist der absolute Klassiker unter den Mixern und hat im Wesentlichen eine einzige Aufgabe: Lebensmittel wie Nüsse, Obst und sogar Eiswürfel möglichst homogen und fein zu mixen. Geht es um die Herstellung von leckeren Smoothies oder Shakes, so führt nahezu kein Weg an einem soliden Standmixer vorbei. Durch die verhältnismässig kleinen Klingen am Boden des Standmixers in Kombination mit den nach unten hin schmal zulaufenden Behältern entsteht bei einem Standmixer ein Sog, der bei ausreichender Leistung mühelos alles fein pürieren und mixen kann. Problematischer wird es allerdings auch hier bei dickflüssigen Sachen, ähnlich wie mit dem Pürierstab. Wer zum Beispiel gerne Brotaufstriche auf Bohnen- oder Kichererbsenbasis herstellt, wird mit einem Standmixer gegebenenfalls Probleme haben. Durch die kleineren Klingen sieht man sich oft in der Situation, dass die Klingen regelrecht durchdrehen, sich der Inhalt nicht mehr bewegt und man ständig alles von oben nach unten durchdrücken muss. Dennoch gilt eben, dass es für Shakes und Smoothies und teilweise auch für Hummus mit ausreichend Olivenöl kaum einen besseren Küchenhelfer gibt.

Zerkleinerer

Der Zerkleinerer, auch Multi-Zerkleinerer genannt, ist ein Küchenhelfer, der irgendwo zwischen den Welten lebt. Letztlich fungiert ein Zerkleinerer, abhängig von seiner Grösse, ähnlich wie ein Food-Processor. Das bedeutet, man hat meist breitere Behälter in Kombination mit grösseren Klingen. Diese sollen dafür sorgen, dass sich auch dickflüssige oder zähe Lebensmittel entsprechend gut verarbeiten lassen. Bei Zerkleinerern hängt jedoch viel von der Grösse und der Leistung ab. Manch ein Zerkleinerer, der ein Füllvolumen von einem Liter oder mehr hat, ist praktisch gleichzusetzen mit einem Food-Processor ohne zusätzliche Aufsätze, für unter anderem das Anrühren von Teigen oder Hobeln von Gemüse. Wer nur Aufstriche machen möchte oder gelegentlich ein Pesto herstellen will, kann demnach mit einem Zerkleinerer hervorragend bedient sein. Für Shakes oder Smoothies sind Geräte dieser Art allerdings ungeeignet.

Zusammenfassung: Welches Gerät ist nun das Richtige für mich?

Welches Gerät für dich das Richtige ist, hängt in erster Linie von dem Einsatzbereich ab. Versuche dir aufzuschreiben, welche Dinge du hauptsächlich mit dem Küchengerät machen möchtest, und vergiss dabei nicht die Dinge, die du zwar nicht häufig, jedoch gelegentlich machen willst. Erstell dir eine Liste, geordnet nach Priorität, und versuche anhand dieser Liste, den passenden Gerätetyp zu finden. In gewissen Fällen, so zeigt unsere Erfahrung, führt jedoch kein Weg an dem Kauf von zwei Geräten vorbei. Zwar lässt sich mit manchen Geräten vieles erledigen, allerdings kein Gerät Spezialist in allen Einsatzbereichen. Wer Glück hat, findet gegebenenfalls ein Kombigerät, das sowohl als Standmixer, Food-Processor oder Zerkleinerer fungiert. Hierfür muss allerdings häufiger tiefer in die Tasche gegriffen werden, zumindest wenn man Wert auf Qualität legt.

Bildquelle: Daniel Norris / unsplash.com