Kochmesser, Santokumesser und Co.: Warum ein einziges Messer zum Kochen häufig völlig ausreichend ist

am . Veröffentlicht in Haushalt

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Wenn es um eine gut ausgestattete Küche geht, gibt es viele Ansatzpunkte. Angefangen bei vernünftigem Besteck über Kochtöpfe bis hin zu Pfannen und Schneidebrettern scheint man fast nie genug zu besitzen und kann seiner Küche stets weiter aufrüsten. Doch es stellt sich dabei schnell die Frage, welche Dinge man in seiner Küche tatsächlich benötigt und worauf man getrost verzichten kann. Im Rahmen des heutigen Artikels wollen wir uns weniger allgemein mit dem Inventar moderner Küchen beschäftigen, als ganz speziell mit einer Fragestellung. Wir möchten die Fragen beantworten, welche Messer man in seiner Küche wirklich benötigt, ob es Sinn macht, sich einen ganzen Messerblock zu kaufen, oder ob man doch besser damit beraten ist, sich einige wenige, dafür jedoch hochwertige Küchenmesser anzuschaffen. 

 

Das Problem des Überangebots

 

Wer auf der Suche nach ein paar Messern für die Küche ist, wird insbesondere in Onlineshops heute mit Angeboten überhäuft. Genau das, womit man sich auch beim Kauf beliebiger weiterer Produkte konfrontiert sieht, greift auch im Bereich der Küchenausstattung: Man sieht sich mit einem Überangebot konfrontiert und hat so schnell das Gefühl, dass man viele Dinge benötigen würde, auf die man in der Realität durchaus verzichten kann. Besser ist man häufig damit beraten, wenn man hier sein Geld spart und das gesparte Geld vorzugsweise in wenige und dafür ausgewählte Kochutensilien investiert. Im Kontext von Koch- oder Küchenmessern sind sogenannte Messerblöcke oder Messersets sehr beliebt. Klar, sie sehen meist stylish aus, verfügen mindestens über sieben bis acht Küchenmesser und bieten damit scheinbar alles, was man benötigt. In der Realität ist es jedoch so, dass sie tatsächlich weitaus mehr bieten, als was man benötigen würde, und das häufig noch in Kombination mit einer nur moderaten Qualität. Betrachtet man unter anderem Profiköche, so stellt man schnell fest, dass sich die Messerauswahl hier im Wesentlichen auf ein bis zwei Kochmesser beschränkt. Warum das so ist, erklären wir dir im nächsten Abschnitt.

 

Was muss in der Küche überhaupt geschnitten werden?

 

Der Grund, warum viele Profiköche häufig nur auf ein oder zwei Kochmesser zurückgreifen, hängt mit der Tatsache zusammen, dass ein qualitativ hochwertiges und scharfes Messer nahezu jede Schneidaufgabe erledigen kann, und das sogar noch sehr effizient. Welcher Typ von Kochmesser dabei verwendet wird, hängt stark von den individuellen Vorlieben und dem Geschmack ab. Jedoch haben alle halbwegs vernünftigen Kochmesser gemeinsam, dass sie ein gewisses Gewicht auf die Waage bringen, etwas grösser zwecks Stabilität und Hebelwirkung sind und dadurch durch nahezu alles mühelos hindurchschneiden können.

 

Diese Küchenmesser brauchst du wirklich

 

Um zurück zur Praxis zu kommen, möchten wir dir nun konkret verraten, welche Küchenmesser du tatsächlich benötigst und worauf du beim Kauf dieser Messer achten solltest. Grundsätzlich führt im ersten Schritt kein Weg an einem halbwegs ordentlichen Kochmesser vorbei. Bereits hier wirst du dich mit einer entsprechend grossen Auswahl konfrontiert sehen. Es gibt klassische, häufig französische Kochmesser, Santokumesser aus dem asiatischen Raum und dann noch einige weitere Exoten. Was jedoch all diese Kochmesser gemeinsam haben: Sie haben eine Gesamtlänge zwischen 17 und 22 cm, ein deutlich spürbares Gewicht und sind entsprechend scharf. Wer bisher noch nie mit einem Kochmesser gearbeitet hat, wird während seiner ersten Versuche gegebenenfalls etwas verunsichert sein, da der Umgang damit ungewohnt ist, wenn man zuvor nur kleine, sehr handliche Küchenmesser genutzt hat. Allerdings gewöhnt man sich an die Grösse und das Gewicht schnell.

Wir empfehlen jedem Anfänger, unabhängig davon, ob man sich für ein klassisches Koch- oder Santokumesser entscheidet, beim Kauf auf eine Gesamtlänge zwischen 18 und 20 cm zu setzen. Viele Santokumesser haben standardmässig eine Länge von 18 cm und damit etwas kürzer, während klassische Kochmesser häufig eine Gesamtlänge zwischen 20 und 22 cm haben. Du wirst schnell feststellen, sobald du dich an die Grösse, das Gewicht und den Umgang mit dem Messer gewöhnt hast, dass du beim Kochen kein anderes Messer mehr verwenden willst. Denn es gibt praktisch nichts, was ein Kochmesser nicht erledigen könnte. Dennoch empfehlen wir dir, zusätzlich noch über den Kauf eines klassischen Brotmessers nachzudenken sowie über ein kleineres Gemüsemesser. Ein Brotmesser kann beim Schneiden von einem Laib Brot, Ciabatta und weiterem Gebäck von Vorteil sein, während ein kleines Gemüse- oder Schälmesser das Schälen von unter anderem Zwiebeln etwas erleichtert. 

 

Fazit

 

Statt sich einen grossen Messerblock mit acht bis zehn Küchenmessern zu kaufen, wovon man mehr als die Hälfte nicht benötigt und obendrauf noch Abstriche bei der Qualität machen muss, empfehlen wir dir also, dich auf die Basics zu konzentrieren. Damit sparst du nicht nur Geld, sondern du wirst darüber hinaus beim Kochen noch deutlich mehr Spass haben, da sämtliche Schneidaufgaben damit deutlich leichter von der Hand gehen. 

 

Bildquelle: Joseph Van / unsplash.com