Beziehungskiller: Mangelnde Kommunikation
Sprachlosigkeit und fehlende Kommunikation nehmen nur selten in den letzten Monaten einer Beziehung ihren Anfang. Der Bruch zwischen den Partnern entsteht für gewöhnlich in der Kennenlernphase. Vernebeln die Schmetterlinge im Bauch den Blick für das Wesentliche, steigt das Risiko, zu einem späteren Zeitpunkt auf unterschiedliche Zukunftsvorstellungen zu treffen. In diesem Blog kommen fünf Themen zur Sprache, über die bereits in den ersten Monaten einer Beziehung Klarheit herrschen sollte.
1. Finanzen
Unterschiedliche Ansichten zum Umgang mit Geld gehören zu den häufigsten Streitthemen in Beziehungen. Die Einstellung zu Krediten und Schulden ist darin ebenso eingeschlossen wie Partner mit einer deutlichen Einkommensschere. Möglichst früh Gespräche über Finanzen zu führen, kann Konfliktsituationen wie das Bezahlen für Dates, Ausflüge oder Urlaube entschärfen. Einige Paare teilen konsequent ihre Einnahmen, während andere sich wohler fühlen, die Ausgaben zu teilen und das übrige Geld auf getrennten Konten zu belassen.
Eine offene Kommunikation zu diesem Thema zu pflegen, zahlt sich auch in den späteren Phasen der Beziehung aus. Unerwartete Ausgaben, Arbeitslosigkeit oder die Erziehungszeiten von Kindern können eine finanzielle Belastungsprobe für Partnerschaften darstellen. Ändert sich die finanzielle Ausgangslage, sind Gespräche der erste Schritt zur Vorbeugung einer Beziehungskrise.
2. Wertvorstellungen
Die eigenen Werte beziehen sich in Bezug auf Beziehungen unter anderem auf Ehrlichkeit, Loyalität, Respekt und Toleranz. In diesen Wertvorstellungen auf einer Linie zu liegen, bildet einen wichtigen Grundpfeiler einer langfristig funktionierenden Partnerschaft. Bewegen sich zwei Menschen dagegen auf zwei ganz unterschiedlichen Ansichten, lassen Auseinandersetzungen nicht lange auf sich warten.
Ein wichtiger Aspekt der eigenen Wertvorstellungen ist der Umgang mit der jeweiligen Familie. Für einige Menschen steht schon in frühen Jahren fest, die Eltern im Alter finanziell zu unterstützen oder sich aktiv in die Pflege von älteren oder behinderten Familienmitgliedern zu involvieren. Diese Entscheidungen bringen zeitgleich Folgen, wie die fehlende Flexibilität des Wohnortes, mit sich. Diese Themen frühzeitig anzusprechen, erspart den Herzschmerz, wenn diese Zukunftspläne erst nach mehreren Jahren zur Sprache kommen.
3. Karriere
Menschen bringen unterschiedliche Betrachtungsweisen über das Berufsleben mit in ihre Beziehungen ein. Für einige Personen dient der Beruf in erster Linie der Sicherung des Lebensunterhalts, während andere Menschen sich ehrgeizige berufliche Ziele gesetzt haben. Zwei Karrieren in der Partnerschaft unter einen Hut zu bringen, erfordert Kompromissbereitschaft und die Fähigkeit, die eigenen Wünsche an den Partner klar zum Ausdruck zu bringen.
Je früher der Stellenwert des Berufs im Leben des Partners feststeht, umso leichter fällt es zu erkennen, wie viel Platz für den Aufbau einer gefestigten Beziehung übrigbleibt. Vergleichbar mit den Finanzen kommt auch dieses Thema des Öfteren in Beziehungen zur Sprache, sodass ein offenes Ohr zu haben, eine der positivsten Eigenschaften darstellt.
4. Treue
Die Vorstellungen zum Thema Treue in einer Partnerschaft lassen nur in wenigen Fällen Platz für Interpretationsspielraum. Ist für den Partner eine rote Linie überschritten, wenn es zum Austausch von Nachrichten kommt, ist es für beide von Vorteil, diese Grenzen im Vorfeld zu kennen. Speziell in Zeiten von Social Media kann ein Like oder eine angenommene Freundschaftsanfrage ausreichen, um in einer Partnerschaft die ersten Zweifel für Untreue zu säen. Liegen die Ansichten zu stark auseinander, ist es oftmals weniger schmerzhaft, eine Romanze zu beenden, als auf verletzte Gefühle zuzusteuern.
5. Familienplanung
Noch vor wenigen Jahrzehnten war es nahezu selbstverständlich, mit dem Eingehen einer Beziehung ebenfalls die Eheschliessung sowie den Kinderwunsch gleichzusetzen. Inzwischen gibt es eine Vielzahl von Lebensvorstellungen, von denen nicht alle die Gründung einer Familie mit Kindern vorsehen. Innerhalb dieser Lebenskonzepte gibt es kaum Raum für Entgegenkommen. Entspricht die Elternschaft nicht den eigenen Wünschen, entspricht es dem Gebot der Fairness, diese weitreichende Entscheidung einem potenziellen Partner mitzuteilen. Auf diesem Weg liegt es in den Händen der anderen Person, diese Wünsche mit den eigenen Zukunftsvorstellungen zu vergleichen.
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