Kinder emotional unterstützen

am . Veröffentlicht in Living

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Zu einer möglichst erfolgreichen Eltern-Kind-Beziehung zählen einige zentrale Elemente der Alltags- und Beziehungsgestaltung, die unumgänglich sind. Besonders wichtig ist, dass die Eltern genug Zeit für seine Kinder haben müssen. Sie sollten im Alltag mit ihren Kindern in Kontakt bleiben und sich in der Freizeit zusätzlich Zeit nehmen, um sich ausschliesslich und intensiv um die Kinder zu kümmern. Diese Zeit ist nötig, um Kinder in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Beim Spielen, Albern und Herumtollen, werden Bindungshormone ausgeschüttet. Kinder und die Eltern lernen sich besser kennen und die Beziehung wird gestärkt. Ausserdem fördern Sport und Toben die motorischen Fähigkeiten. Die Eltren motivieren seine Kinder regelmässig und unterstützen so ihre Entwicklung. Bei gemeinsamen Unternehmungen erklären sie ihnen die Welt oder erforschen mit den Kindern neue Wissensgebiete. Sie unterstützen die Kinder in ihren Interessen und stärken ihr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Eine Kernkompetenz der Elternschaft stellt die Unterstützung der Kinder in der Ausbildung emotionaler Kompetenz dar.

 

Emotionale Kompetenz

 

Die Fähigkeit, Emotionen kompetent zu verarbeiten, umfasst zum Beispiel, mit den eigenen Gefühlen und jenen der anderen angemessen umgehen zu können.

Für das Kind be­deu­tet das, herauszufinden, mit sei­ner Mi­mik und Ges­tik mitzuteilen, wie es sich fühlt. Darauf aufbauend er­kennt es, wie sich die andere Person fühlt. Mit zu­neh­men­dem Al­ter verstehen es Kinder besser, ei­ge­ne Emo­tio­nen in Worte zu fassen und zu be­schrei­ben. Ihre Be­dürf­nis­se können sie so mit der Zeit im­mer kla­rer mit­tei­len. Auch die Em­pa­thie, also die Fä­hig­keit, sich in an­de­re Men­schen hineinzuversetzen, ent­wi­ckelt sich Schritt für Schritt weiter. Je älter Kinder werden, umso mehr soll­ten sie in der Lage sein, ihre Emo­tio­nen zu re­gu­lie­ren. So können sie zum Beispiel Wege fin­den, sich nach gros­ser Auf­re­gung wie­der zu be­ru­hi­gen oder ihren Är­ger nicht mehr durch Wut­an­fäl­le aus­zudrücken.

Um diese Kompetenzen möglichst erfolgreich vermitteln zu können, braucht es eine tiefgehende und gesunde Beziehung zu den Kindern. Um solche eine Beziehung zu nähren und emotionale Regulation zu fördern, gilt es, die Bedürfnisse der Kinder bestmöglich zu verstehen.

 

Was Kinder brauchen

 

Nähe ist eines der elementaren Bedürfnisse jedes Kindes und Voraussetzung für eine sichere Bindung zwischen Eltern und Kind. Die beiden Psycholog_innen und Bindungsforscher_innen Mary Ainsworth und John Bowlby nennen vier Punkte, die eine gute Eltern-Kind-Bindung ausmachen:

➤ Die Eltern müssen sowohl zeitlich, emotional als auch physisch verfügbar sein. Besonders für junge Kinder ist Körperkontakt sehr wichtig.

➤ Eltern verstehen die Signale ihrer Kinder, interpretieren diese und reagieren rasch und zuverlässig auf sie.

➤ Wenn ein Kind sich unsicher fühlt, bieten die Eltern einen Hafen der Geborgenheit, in dem es Trost und Sicherheit finden kann.

➤ Eltern versuchen in der Beziehung zu ihrem Kind das sensitive Gleichgewicht zwischen Nähe und Distanz, Unterstützung und Eigenständigkeit aufrechtzuerhalten.

Eltern können diese wichtigen Orientierungspunkte durchaus mit etwas Gelassenheit betrachten. Die Forschung geht davon aus, dass Kinder eine sichere Bindung entwickeln können, wenn in 80 % der Fälle adäquat auf ihre Bedürfnisse eingegangen wird. Eltern können sich also auch Fehler erlauben.

 

An eigenen Themen arbeiten

 

Ebenso wichtig wie die Auseinandersetzung mit dem Kind ist die Beschäftigung mit sich selbst. So sollten sich Eltern daran wagen, ihre Werte und Erziehungsansätze basierend auf eigenen Kindheitserfahrungen zu betrachten und zu hinterfragen. Nur wer sich selbst ausreichend gut kennt, kann auch die Bedürfnisse des Kindes verstehen und angemessen reagieren. Kinder spiegeln Erwachsenen, was sie wahrnehmen, womit sie schwer umgehen können und lernen am Vorbild. Je besser Eltern also mit sich selbst umgehen, desto besser wird es auch den Kindern gehen.

 

Bildquelle: Jessica Rockowitz / unsplash.com

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