Wie wichtig ist das Frühstück wirklich? 

am . Veröffentlicht in Health

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Frühstücke wie ein König, esse zu Mittag wie ein Edelmann und habe ein Abendbrot wie ein Bettler, so haben es früher viele Kinder gelernt. Manche behaupten sogar, dass der Verzicht auf das Frühstück im Ergebnis dick macht, weil der Hunger und das grosse "Schaufeln" so auf die späteren Abendstunden verlegt würden, was nach Meinung einiger Wissenschaftler zu Übergewicht, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen führt. 


Aber stimmt das wirklich so uneingeschränkt? Was ist mit den vielen Menschen, deren Biorhythmus grundsätzlich auf die späteren Stunden verlagert ist? Weil sie gern lange schlafen, verpassen sie meistens den "König aller Mahlzeiten" und bevorzugen stattdessen am Abend ein üppiges Mahl unter Freunden. Müssen sich all diese Menschen ernsthafte Gedanken über ihren Lebenswandel machen?

Die gute Nachricht ist: Die "Frühstücksrolle" wird überschätzt.

Tatsächlich ist es gesundheitlich viel bedenklicher, wenn Du täglich gegen Deinen inneren Biorhythmus ankämpfst und Dich selbst zu einem "Frühleben vergewaltigst", das wider Deine Natur ist. Dies bestätigen die vielen Studien über gesundheitliche Auswirkungen von Schicht- und Nachtarbeit.

Für Dein Gewicht macht es keinen Unterschied, ob Du frühstückst oder nicht. Viel entscheidender als der Zeitpunkt ist immer, was Du isst. Das ständige "Gerede" von einer gesunden, ausgewogenen Ernährungsweise hat absolute Berechtigung, denn dick und krank werden jene Menschen, die vornehmlich fettig Gesottenes wie Bratwurst, Schnitzel, Bratkartoffeln, Chips oder Süssigkeiten in sich hinein stopfen. Da hilft es auch nicht, wenn sie dies schon morgens tun. 

Das ist nun in der Tat eine Art Paradigmenwechsel, die die amerikanische Regierung unter der Bezeichnung "Dietary Guidelines for Americans", zu deutsch Ernährungsrichtlinien für Amerikaner, mit Blick auf das schon lange bekannte Übergewichtsproblem seiner Bevölkerung herausgegeben hat. 

Es war ja schon immer so: Jede neue Diät und jeder aktuelle Hype über Superfood schwappen früher oder später über den grossen Teich aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu uns herüber, denn kaum anderswo wird so viel Priorität auf eine gesunde Ernährung gelegt, vielleicht gerade weil dort so viele Menschen übergewichtig sind. So empfehlen die Amerikaner in ihren neuen Richtlinien nicht mehr unbedingt, morgens etwas zu essen. Die vermeintlichen Vorteile eines guten Frühstücks konnten nämlich durch wissenschaftliche Studien nicht belegt werden und so verdichten sich Hinweise darauf, dass das Frühstück wahrlich nicht die bisher vermutete Bedeutung hat.

  

Frühstücksmythen

  

1. Wer nicht frühstückt, isst später zu viel. Zwar fällt in diesem Fall das Mittagessen oftmals dem Hunger geschuldet etwas üppiger aus, doch ist der Kalorienunterschied unter Berücksichtigung des fehlenden Frühstücks tendenziell eher noch negativ.

2. Ein gutes Frühstück kurbelt den Stoffwechsel an. Aber kein Grund, dem appetitlosen Morgenmuffel ein Frühstück aufzuzwingen.

3. Ein gutes Frühstück verbessert die Konzentrationsfähigkeit. Zur Bestätigung dieser Behauptung liegen noch keine verlässlichen Studien vor.

Also was tun? Frühstücken oder nicht?


Da die Wissenschaft darauf noch keine eindeutige Antwort gefunden hat, verlasse Dich einfach auf Dein Gefühl und Deine individuellen Bedürfnisse. Unser Körper spricht ja mit uns, versuchen wir ihn zu verstehen. Wenn Du also morgens keinen Appetit hast, lass das Frühstück getrost ausfallen.

  

Tipps für ein gesundes Frühstück

  

Frittierte Eier mit Speck und dazu noch ein fett bestrichenes Nutellabrötchen stellen kein gesundes Frühstück dar. Zu einer ausgewogenen Ernährung gehören vielmehr Proteine, Vitaminen, Mineralstoffe und Spurenelemente. Auch Ballaststoffe (sekundäre Pflanzenstoffe) sollten dabei sein, weil sie zur Sättigung beitragen und die Verdauung fördern. Unsere Frühstückstipps gehen daher in diese Richtung: 

  • (Gute) Kohlenhydrate, die langsam verstoffwechselt werden, sind in zuckerarmem Müsli aus Haferflocken oder Getreide enthalten, das möglichst mit frischem Obst und Milch oder Naturjoghurt zubereitet werden sollte. Mit Honig und Sonnenblumenkernen bekommst Du einen Energieschub ohne Dickmachereffekt.
  • Roggenbrot mit gekochtem Schinken oder magerem Käse, dazu ein gekochtes Ei, frische Tomaten, Gurken und anderes Gemüse liefern Dir lange Energie, ohne schwer im Magen zu liegen.


Als Frühstücksgetränke eignen sich:

  • Kräuter- und Früchtetees
  • Orangensaft
  • Buttermilch
  • stilles Wasser
  • Kaffee (höchstens zwei Tassen).     

 

Bildquelle: StockSnap / pixabay.com 

 

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